Pinzgau
Der Pinzgau erhielt seinen Namen von den Binsen, die entlang der noch unregulierten Salzach wuchsen. Der Name wurde meiner Meinung nach nicht ohne Bedacht gegeben, da die Binse ein sehr ausdauerndes, starres, rundliches, borstiges zugespitztes Blättergewächs mit wunderschöner Vielfalt an Blüten und Farben unter den Gräsern ist und so den Charakter des Salzburger Pinzgaues widerspiegelt.
Ca. 923 wurde die Grafschaft Pinzgau mit Unterteilungen zum ersten Mal erwähnt. 1816 kam der Pinzgau zusammen mit Salzburg zu Oberösterreich dazu. Der Pinzgau ist geografisch gesehen der Durchzugspunkt zwischen Österreich, Italien und Deutschland. Über Lofer erreicht man Deutschland und die Venedigergruppe und die Granatspitzgruppe grenzen an Italien. Berühmt auch ist die Großglockner Hochalpenstraße, die den Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien ermöglichte. Ebenfalls wichtige Verbindungsstrecke nach Osttirol ist der Felbertauerntunnel, welcher 1967 eröffnet wurde.
Für Alpinisten ist der Pinzgau von besonderer Wichtigkeit, da hier mehrtägige Bergtouren, Weitwanderungen und Trekking-Touren, möglich sind und die Landschaft unvergleichliche Vielfalt verspricht. Beliebte Ziele sind die Hohen Tauern, das Steinerne Meer, Dientener Berge, die Loferer und die Leoganger Steinberge.
Die Pinzgauer sprechen einen besonderen Dialekt, entstanden aus eienr Unterform des Bairischen und Salzburgerischen. Liebevoll sagt ein Pinzgauer: Fahren wir wieder inner….! Dieser Satz bezieht sich auf die Lage des Pinzgaues in einem Teil des Innergebirgs.
Die Pinzgauer sind sehr erdverbundene Menschen. Sie halten ihre Traditionen und ihr Wissen um die Natur und das Leben im Einklag mit ihr hoch und geben dieses Fundament immer weiter. Traditionen werden hier sehr hoch geschrieben, wie jedoch in den anderen Gauen von Salzburg auch.
