Die Salzburger Festspiele

1920 wurden die ersten Salzburger Festspiele im Sommer eröffnet und von diesem Jahr an, jeden Sommer. Traditionell wird der Jedermann von Hugo von Hofmannsthal am Domplatz in der Stadt Salzburg aufgeführt. Herbert von Karajan führte noch zusätzlich zur Osterzeit die berühmten Osterfestspiele und die Pfingstfestspiele, die nach dem Tod des großen Dirigenten für Barockmusik stehen, ein. 1926 kam zum Domplatz noch die Felsenreitschule als zweite Spielstätte der Salzburger Festspiele dazu.

Während der Nationalsozialistischen Zeit, durchlebten die Künstler und ihre Wirkungsstätten starke Veränderungen. Arturo Toscanini, der damalige Dirigent, lehnte unter diesen Umständen eine weitere Zusammenarbeit ab und bauliche Veränderungen wurden getätigt, um der nationalsozialistischen Ästhetik gerecht zu werden. In dem Kriegsjahr 44 fanden die Festspiele im Deutschen Reich nicht statt.

Salzburg 1999

45, Kriegsende, konnten die Festspiele wieder beginnen. Der Jedermann durfte wieder gespielt werden und tut es bis heute mit großer Beliebtheit unter den Schauspieler und der Festspielliebhabern. Berühmte Künstler, die in den Kriegszeiten fliehen mussten und nicht auftreten konnten, kamen wieder zurück und bereicherten die Festspiele mit ihrer Darbietung.
Georg Solti, ungarisch-britischer Dirigent mit jüdischer Abstammung, war einer von ihnen.
Bertold Brecht sollte die Leitung der Festspiele übernehmen, sich einbringen, dies wurde jedoch verhindert, aufgrund seiner politischen Betätigung in der DDR.
Zwei große Persönlichkeiten treten in den Jahren 1960 bis 1989 und 1990 bis 2001 ins Rampenlicht.
Herbert von Karajan und Gérard Mortier. Karajan war Perfektionist. Er war Magnet für das Publikum. Er machte aus den Festspielen einen Musstreffpunkt für Musik- und Kunstbegeisterte Menschen aller Schichten.

Karajan forderte alles und er bekam alles von seinen Künstler und die Salzburger Festspiele wurden zum zentralen Punkt im Kalender eines jeden. Ein Fixtermin in den nachfolgenden Jahren. Karajan brachte internationale Stars nach Salzburg zu den Festspielen. So wurden die Salzburger Festspiele für die Kunstszene und deren Stars ein enormes Sprungbrett und wer einmal dabei war, schuf sich einen Namen.
Aber nicht nur unter den Künstlern fand man die Stars, auch im Publikum fand man die Prominenten und Stars der damaligen und auch noch heutigen Zeit. Dies ist ein Phänomen, welches sich jährlich wiederholt und ein beeindruckendes Schauspiel darstellt.
Peter Ruzicka folgt 2002 bis 2006. Sven-Eric Bechtolf übernimmt die Aufgabe des Schauspielchefs der Salzburger Festspiele 2011 mit dem Intendanten Alexander Pereira.
Berühmte Sprecher eröffneten die Festspiele

Salvador de Madariaga, Clemens Holzmeister, Eugéne Ionesco, Carl Friedrich von Weizsäcker, Sir Karl Popper, Wolfgang Hildesheimer, Gerd Bacher, Václav Havel, Wolfgang Rihm, Dalai Lama, Nikolaus Harnoncourt, Kardinal Franz König, Barbara Frischmuth, Peter Ruszicka, Andrei Plesu, Elke Heidenreich und Daniel Kehlmann um einige genannt zu haben.
In den Jahren 2005 und 2006 waren keine Festredner/in unter der neuen Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller eingeladen.

Die Salzburger Festspiele umfassen folgende Plätze

  • Das große Festspielhaus
  • Das kleine Festspielhaus (heute Haus für Mozart)
  • Die Felsenreitschule
  • Der Domplatz vor dem Salzburger Dom
  • Das Landestheater
  • Das Mozarteum der große Saal
  • Im Dom
  • Die Stiftskirche St. Peter
  • Halleiner Pernerinsel
  • Die Universitätsaula
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